Die Triathlonsaison 2008 ist noch jung – und der Volksbank-Raiffeisenbank Citytriathlon in Amberg gehört zu den allerersten Dreikampfveranstaltungen des Jahres. Nachdem die zweite Auflage vergangenen Sonntag (11. Mai) über die Bühne gegangen war, darf man aber getrost prognostizieren, dass die Veranstaltung zu den Highlights des Jahres in Deutschland auf der Kurzstrecke gehören wird. 336 Einzelstarter und 27 Staffeln gingen über die verschiedenen Distanzen an den Start.
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Strahlender Sonnenschein verlieh der Veranstaltung einen würdigen Rahmen. Allerdings blies auch ein starker Wind, der den Teilnehmern einiges abverlangte. Der CTA bot eine interessante Laufstrecke durch die Innenstadt Ambergs und ein Teilnehmerfeld gespickt mit großen Namen. Außerdem waren von der Jugendnationalmannschaft der tschechischen Republik vier Teilnehmer angereist.
Früh raus mussten vor allem die Schüler und Jugendlichen. Für sie fiel bereits um 9 Uhr der Startschuss. 400 Meter Schwimmen, elf Kilometer auf dem Rad und zwei Kilometer Laufen standen für die Jüngsten der Jahrgänge 1995 und 1996 auf dem Programm. Hier setzte sich Julia Schübel vom TSV Zirndorf in 45:24 Minuten und Kinc Lukas aus der Tschechischen Republik in 43:48 Minuten durch. Die gleichen Distanzen hatten die Starter der Jugend B (Jahrgänge 1993 und 1994) zurückzulegen. Hier siegten Eva Kießling vom TV Vohenstrauß in 53:56 Minuten und Johannes Knauth vom HDI SC Roth in 41:04 Minuten.
Etwas weiter ging es dann bei der Jugend A (Jahrgänge 1992 und 1991). Diese mussten schon die gleichen Distanzen bewältigen, wie die Starter auf der Volksdistanz. Fünfhundert Meter im kühlen Nass, 22 Kilometer im Sattel und fünf Kilometer in den Laufschuhen waren zurückzulegen. Hier waren die Schnellsten Maria Lehmann von SV Halle in 1:18:40 Stunden und Axel Zielke vom gleichen Verein in 1:08:02 Stunden.
Traditionell ist der Volkstriathlon die Veranstaltung für die Hobbysportler, Triathloneinsteiger und Spezialisten einer der drei Disziplinen, die einfach einmal den Dreikampf ausprobieren möchten. Während auch in den vorderen Regionen Spitzenleistungen gezeigt werden, sieht man hier vor allem diejenigen, die in der Wechselzone auch mal Zeit für einen kurzen Plausch haben, sich erst einmal gut abtrocknen, bevor sie aufs Rad steigen und einfach die „Finishline“ erreichen wollen. Es zeigt sich noch der wahre Geist des Triathlonsports. Aber ganz vorne im Feld ging die Post ab. Bei den Frauen drückte Martina Stoiber aus Kelheim auf dem Rad dem Rennen ihren Stempel auf: aus einem Rückstand von drei Minuten nach dem Schwimmen machte sie eine Minute Vorsprung nach dem Radfahren. Beim abschließenden Lauf kontrollierte sie das Feld und überquerte nach 1:16:18 Stunden vor Susi Eger vom Tristar Regensburg die Ziellinie. Dritte wurde die nach dem Schwimmen Führende Cornelia Zumpe aus Darmstadt. Bei den Herren feierte Martin Eichler vom SV Halle einen Start-Ziel-Sieg. Schon beim Schwimmen setzte er sich mit 40 Sekunden ab, hielt auf dem Rad den Vorsprung und baute auf der Laufstrecke diesen auf über zwei Minuten aus. Nach 1:06:11 Stunden siegte er vor Stefan Bernhard aus Österreich. Dann ging es Schlag auf Schlag – innerhalb einer halben Minute erreichten fünf Athleten das Ziel. Dritter wurde mit der schnellsten Laufzeit des Tages Lukas Storrath.
Schwimmen ohne Neo
Für etliche der Triathleten auf der Kurzstrecke begann der Tag erst einmal mit einem Schrecken. Der Oberwettkampfrichter befand das 22 Grad warme Hockermühlbad als zu warm für das Tragen eines Neoprenanzugs. Gerade den schlechteren Schwimmern aber bringt der Gummianzug neben dem Wärmeeffekt auch eine verbesserte Wasserlage und somit schnellere Schwimmzeiten. Und so blickten vor allem manche der Amberger Triathleten nicht gerade erfreut drein. Schnellster Schwimmer war Florian Rothe vom TV 48 Erlangen, der nach 21:48 Minuten auf das Rad stieg. Die Favoriten folgen mit deutlichem Abstand. Doch der Vorsprung schmolz wie die Butter in der Sonne. Enrico Knobloch vom Team 3athlon.org fuhr die 44 Kilometer mit 1:10:03 Stunden in Tagesbestzeit und setzte sich deutlich an die Spitze des Feldes. Die abschließenden zehn Laufkilometer konnte er seine Verfolger kontrollieren und erreichte in 2:10:48 Stunden mit über einer Minute Vorsprung das Ziel. Die beiden schnellsten Läufer des Tages, Bernd Eichhorn aus Roth und Dorian Wagner aus Nürnberg belegten die Plätze zwei und drei. Vorjahressieger Ralf Preissl vom Tristar Regensburg musste sich in diesem Jahr mit dem fünften Platz zufrieden geben. In den Top Ten erreichten Thomas Strobl aus Wolfring auf dem sechsten Platz und Rouven Oeckl aus Amberg auf dem neunten Platz das Ziel.
Bei den Damen war das Rennen schlussendlich eine deutliche Angelegenheit für Anne Haug vom TV 48 Erlangen. Doch sie musste bis zum abschließenden Lauf hart kämpfen. Schnellste Schwimmerin war Heike Funk von der SG Katek Grassau in 24:10 Minuten. Auf der Radstrecke wurde sie jedoch von Haug und Wenke Kujala aus Roth auf den dritten Platz verwiesen. Diesen hielt sie aber dann bis ins Ziel. Die schnellste Radzeit des Tages verbuchte Lisa Forster aus Erlangen in 1:19:57 Stunden. Sie hatte aber mit schwächeren Schwimm- und Laufleistungen nie eine Chance auf die vorderen Platzierungen. In der zweiten Wechselzone hatte Anne Haug rund eine Minute Vorsprung auf Kujala. Auf der Laufstrecke baute sie diesen aber mit 38:27 Minuten stetig und rasant auf fast sechs Minuten aus. Mit 2:24:39 Stunden erreichte sie als erste Frau das Ziel. Schnellste regionale Teilnehmerin war Edith Wiedemann vom Weltenburger Alkoholfrei Team CIS Amberg auf dem 20. Platz.