
Start am Schliersee

Spitzingsattel: Die Schlüsselstelle

Laufen auf der Alm

HEXAL Alpentriathlon
Hexal Alpen-Triathlon: Schliersee lockt Elite und Hobbyathleten
H. Eggebrecht für tri2b.com am 25.03.2008 - 14:54 Uhr
Triathlon am Schliersee: Seit 20 Jahren vereint dies oberbayerische Alpenidylle mit einer der weltweit herausfordernsten Wettkampfstrecken über die Olympische Triathlon-Distanz. Diese Kombination ist es, die internationale Topathleten und Hobbysportler gleichermaßen alljährlich in die bayerischen Berge lockt. Am 21. Juni 2008 geht es zum 21. Mal über 1,5 km Schwimmen im Schliersee, 40 km Radfahren mit dem berüchtigten Anstieg zum Spitzingsattel und die 10 km schwere, weil bergige Laufstrecke, um den Spitzingsee.
Der Ruf des Alpen-Triathlon hat dazu geführt, dass mehrere Generationen internationaler Topathleten am Schliersee schon einmal ihr Stelldichein gegeben haben. Neben den Weltmeistern Simon Lessing, Dmitriy Gaag, Olivier Marceau, Natascha Badmann, Joanne King oder Leanda Cave waren es vor allem die Holländer, die auf dem bergigen Terrain glänzten. Triathlon-Urgestein Rob Barel war dreimal erfolgreich, Landsmann Eric van der Linden ließ vier Sieg folgen. Aus deutscher Sicht war der derzeitige DTU-Nachwuchstrainer Roland Knoll der erfolgreichste Athlet am Schliersee. Dreimal lief der Ingolstädter als erster am Spitzingsee ein.
Rennen im Wandel
Schritt für Schritt entwickelte sich das Rennen vom regionalen Geheimtipp zum internationalen Topevent. 1995 gab es erstmals einen ETU Prestige-Cup am Schliersee, weitere Europacup-Rennen folgten. Seit 2001 ist Schliersee auch fest im Rennkalender der Deutschen Triathlon Liga und ist für viele Bundesliga-Athleten das Highlight der Saison.
Mit der Windschattenfreigabe in der Elite hat sich das Rennen vom Erscheinungsbild etwas geändert. Es kommt jetzt schon mal vor, dass bis zum vier Kilometer langen Schlussanstieg auf den 1129 Meter hohen Spitzingsattel das Feld zusammenbleibt. Die 360 Höhenmeter mit einer Durchschnittssteigung von 9,5 Prozent selektieren dann das Feld meist gnadenlos und bieten so auch Einzelkämpfern die Chance auf einen Sieg.
Damit nicht genug. Nach der Wechselzone direkt am Spitzingsee geht es erst einmal zu Fuß hinab ins Valepp-Tal. Zurück an den See sind dort gut 50 Höhenmeter zu überwinden. Versüßt durch den Anblick der Almwiesen. Zum Schluss folgen zwei Runden um den traumhaft gelegenen See, bevor im Ziel am Finisher-Buffet traditionell der Viersterne-Kaiserschmarrn vom ArabellaSheraton Hotel auf die Athleten wartet.
Der Streckenrekord liegt übrigens bei 1:59:28 Stunden. Aufgestellt von Michael Raelert im Jahr 2005.
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