Marion Summerer holte sich am 28. Oktober 2007 zum zweiten Mal den Weltmeistertitel der Amateure. Die Chamerin ASV-Athletin siegte souverän mit 3:29:35 Stunden.
Konkurrenz beim Offroad-Triathlon wird immer größer
1.500 m Schwimmen im Pazifik, 30 km Mountainbiken, 11 km Cross-Lauf: Summerer gewann nicht nur in ihrer Wettkampfklasse 25 bis 29 Jahre, sondern wurde sogar Weltmeisterin aller Altersklassen. 550 internationale Athleten der Weltelite traten am 28. Oktober zu den Xterra Weltmeisterschaften auf Maui am Makena Beach, zu Füßen des 3.055 m hohen Haleakala Vulkans an - eine Rekordzahl, welche bestätigt, dass der Offroad-Triathlon immer beliebter wird. "Die Konkurrenz wird größer und es ist schön zu sehen, dass vor allem die Frauen diesen Sport mehr und mehr bestreiten. Viele Triathleten fangen sogar an, sich auf die Offroad-Szene zu spezialisieren. Alleine in meiner Altersklasse von 25- 29 Jahren gingen 23 Frauen an den Start."
Anzeige
Individuelle Vorbereitung auf die WM
Marion Summerer, die auf Hawaii Sport studiert, wurde von ihrem Coach Mike McMahon individuell auf die Weltmeisterschaft vorbereitet. "Das Training mit Mike war hart, vor allem in den letzten Monaten. Aber es hat meine Form enorm verbessert, vor allem im Mountainbiken und Geländelauf. Mein Schwimmen wird ein starker Fokus in der Nebensaison sein, sowie qualitatives Techniktraining auf dem MTB", sagt Marion. Nach hervorragenden Leistungen bei den Xterra Championships in Virginia, Xterra Internazionale Italy/Sardinien und dem Xterra Mountainman in Oahu Hawaii, ging Summerer mit viel Selbstbewusstein in das Rennen. Bei ungewöhnlich hohem Wellengang und starker Strömung kam sie als Neunte zusammen mit der Führungsgruppe aus dem Wasser. Eine Gesamtdistanz von 1.500 m wurde im Pazifik geschwommen.
Lohn für die Disziplin und die Strapazen
Beim anschließendem Biken setzte Marion auf eine kluge Renneinteilung. "Ich achtete enorm darauf, so oft wie möglich zu trinken und bei technischen Abfahrten nicht zu schnell zu werden, um einen ernsthaften Sturz zu vermeiden. Ein Sturz hatte mir letztes Jahr die Medaille gekostet und das wollte ich dieses Jahr auf gar keinen Fall riskieren." Die gnadenlos steile Mountainbike-Strecke ging über ein Gelände auf dem Vulkan Haleakala. Eine Strecke bestehend aus heißem Lavageröll und spitzen Steinen. "Da muss man das Bike einfach 'surfen' lassen und enorme Konzentration behalten, sonst landet man irgendwo im Graben in den Keawe Dornen", so Summerer. Nur 15 Sekunden hinter ihrer Rivalin kam Summerer in die Wechselzone und schon nach einer Minute laufen, konnte sie die Führung übernehmen und immer weiter ausbauen. "Obwohl ich wegen Krämpfen in den Oberschenkeln nicht meine volle Laufleistung bringen konnte, wusste ich, dass ich gewinnen ka
nn, solange ich nicht aufgrund der Krämpfe meine Laufgeschwindigkeit noch mehr reduzieren muss. Die letzten zwei Kilometer entlang des Sandstrandes Makena Beach und über die Meereskliffe waren dennoch eine mentale und körperliche Strapaze, und so war ich froh, dass ich in den ersten Kilometern nicht schneller gelaufen bin", berichtet sie. Nach der Ziellinie brach sie aber dennoch zusammen und bekam im Medizinzelt ihre "wohlverdiente" Infusion. "Ich war echt am Limit meiner Kräfte. Das war eines meiner härtesten Rennen. Erst im Medizinzelt wurde mir dann bewusst, dass ich den Titel gewonnen habe. Da sind dann auch ein paar Freudentränen der Erleichterung gekullert. All die Disziplin, die man aufbringen muss, um das monatelange harte Training durchzuhalten, die geistige Herausforderung nicht aufzugeben, auch wenn der Körper danach verlangt und die Abstriche, die man auf sozialer Ebene eingeht - und dann hat man eine Chance pro Jahr, wo man alles auf eine K
arte setzen muss... das ist schon enorm viel Druck. Aber es ist auch ein wahnsinnig gutes Gefühl zu sehen, dass man zu unerwarteten Leistungen fähig ist."
Online-Coaching von der Weltmeisterin
Marion Summerer ist Vollzeitstudentin und seit Anfang des Jahres wegen ihrer herausragenden schulischen Leistungen am Kapiolani College als Ehrenmitglied im PhiThetaKappa-Verband aufgenommen worden. Zusätzlich arbeitet sie als Studienleiter in einem Labor für Naturwissenschaften, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik. Im Durchschnitt trainiert sie 20 Stunden pro Woche. Seit kurzem arbeitet sie auch noch als Coach für Ausdauerathleten zusammen mit Mike McMahon. "Es ist sehr spannend mein Wissen in Physiologie, Anatomie und Trainingswesen weitergeben zu können. Das macht mir sehr großen Spaß!" Gerne nimmt sie Anfragen zum Online-Coachen unter entgegen. Sie bedankt sich ganz herzlich bei ihren deutschen Sponsoren Aquaman, HammerNutrition, und AirmenBeans.